2. Multicore-Technologie-Briefing

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Motivation

Der Trend in Richtung Multicore-Architektur hat die Entwicklung der Standardprozessoren in den letzten Jahren dominiert. Programmierer können sich nicht mehr wie noch vor zehn Jahren auf eine automatische Steigerung der Performance des Einzelkerns verlassen. Um bei technisch-wissenschaftlichen Simulationen nicht einen Großteil des Potenzials der Hardware zu verschwenden, bedarf es paralleler Software. In diesem Multicore-Technologie-Briefing gehen wir auf die wichtigen Fragen ein, die mit dem Übergang zu Multicore verbunden sind: Was sind die relevanten Eigenschaften der Multicore-Chips? Wie sind GPGPUs zu bewerten? Wie wird die Software-Entwicklung beeinflusst? Was sind die Grenzen der Parallelität? Können mich Tools bei der Parallelisierung unterstützen? Zusätzlich bieten wir individuelle Gespräche mit international ausgewiesenen Experten rund um die Multicore-Problematik.

Allgemeine Informationen

Datum: Freitag, 13.07.2012
Zeit: 10:00 - ca. 16:30
Ort: Hörsaal (H.E.009)
Leibniz-Rechenzentrum (LRZ)
Boltzmannstr. 1
85748 Garching bei München

Veranstaltung abgesagt

Programm

10:00 - 10:15 Begrüßung
"Multicore - ein Überblick zu Hardware- und Softwareaspekten
10:15 - 10:50 Moore's Law - Die Entwicklung der Prozessortechnologie

Die Entwicklung von Prozessoren hat sich grundlegend geändert: Statt steigender Taktraten sehen wir heute hauptsächlich steigende Kernzahlen. Wir erklären die Gründe hinter dieser Entwicklung und welche zukünftigen Trends absehbar sind.

10:50 - 11:25 Neue Prozessoren - neue Software?

Jahrzehnte lang wurden Codes entwickelt, die sich auf steigende Taktfrequenzen verlassen haben. Bedeutet der Bruch in der Prozessorarchitektur, dass meine Software von Grund auf neu entwickelt werden muss? Oder gibt es Tools, mit denen der Code automatisch parallelisiert werden kann? Wir erklären die Möglichkeiten und Grenzen der Parallelität und gehen auf Werkzeuge ein, die bei der Code-Entwicklung helfen können - oder auch nicht.

11:25 - 12:00 Code-Entwicklung im Multicore-Zeitalter

Wie sollte paralleler Code heute entwickelt werden? Auf welches Parallelitäts-Paradigma sollte ich setzen? Wie kann sich Parallelität in einem Problem äußern, und wie bildet man sie im Programm ab?

12:00 - 13:00 Mittagessen
Performance-Optimierung - Fakten und Mythen
13:00 - 13:35 GPGPUs - Der Heilsbringer im Multicore-Zeitalter?

In den letzten Jahren ist um GPGPUs eine Art Hype entstanden. Doch ist diese Euphorie tatsächlich gerechtfertigt? Was leisten GPGPUs wirklich? Für welche Anwendungen sind sie zu empfehlen, für welche nicht?

13:35 - 14:00 Software-Entwicklung mit Performance im Blick

Ein wesentlicher Aspekt des Performance-Engineering ist die Wahl des richtigen Programmierstils und der Programmiersprache. Ist Fortran wirklich schneller als C/C++? Welchen Programmierstil sollte ich wählen? Wir geben einen Überblick über Programmierstile und Programmiersprachen für HPC.

14:00 - 14:45 Fallbeispiele zum Performance-Engineering

Wie wichtig ist Performance für meine Anwendung? Was ist der richtige Weg zu hoher Performance? Wir zeigen anhand zweier Fallbeispiele, wie durch einfache Codeoptimierung die Performance von zwei Industrie-Codes deutlich gesteigert werden konnte.

14:45 - 15:00 Kaffeepause
Breakout Sessions
15:00 - 16:30 Multicore-Probleme im persönlichen Dialog mit Experten

Veranstalter

Prof. Dr. Arndt Bode Prof. Dr. Arndt Bode
  • Inhaber des Lehrstuhls für Rechnertechnik und Rechnerorganisation der Technischen Universität München
  • Direktor des Leibniz-Rechenzentrums
  • Sprecher des KONWIHR Netzwerks
Prof. Dr. Ulrich Rüde Prof. Dr. Ulrich Rüde
  • Inhaber des Lehrstuhls für Systemsimulation der Universität Erlangen-Nürnberg
  • Sprecher des Zentralinstituts für Scientific Computing
  • Mitglied im Excellenzcluster für Advanced Materials
Prof. Dr. Gerhard Wellein Prof. Dr. Gerhard Wellein
  • Professor für Höchstleistungsrechnen an der Universität Erlangen-Nürnberg
  • Leiter der HPC-Gruppe am Regionalen Rechenzentrum Erlangen
  • Autor des Buches "Introduction to High Performance Computing for Scientists and Engineers"
Georg Hager Dr. Georg Hager
  • Mitglied der HPC-Gruppe am Regionalen Rechenzentrum Erlangen
  • Autor des Buches "Introduction to High Performance Computing for Scientists and Engineers"
Dr. Jan Treibig Dr. Jan Treibig
  • Mitglied der HPC-Gruppe am Regionalen Rechenzentrum Erlangen
  • Experte für Code-Optimierung auf multicore-Architekturen
  • Gründer des Spin-offs "Likwid High Performance Programming"
Dr. Klaus Iglberger Dr. Klaus Iglberger
  • Geschäftsführer des Zentralinstituts für Scientific Computing
  • Experte für C++ im Umfeld des wissenschaftlichen Rechnens